Linktipp: „Fikrun wa Fann“ E-paper zum Thema Musik

copyrights: Goethe Institut / fikrun wa fannEine neue Ausgabe des Magazins „fikrun wa fann“ zum Thema Musik ist jetzt als E-paper zum download verfügbar. 1963 von Annemarie Schimmel und Albert Theile gegründet, ist Fikrun wa Fann ein wichtiges und allseits anerkanntes Medium im Kulturdialog. Seit 2001 wird die Zeitschrift vom Islamwissenschaftler Stefan Weidner betreut und erscheint seither als einzige Publikation seiner Art auch in persischer und arabischer Sprache.

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Buchtipp: Arab Photography Now

Der frisch erschienene Band „Arab Photography Now“ präsentiert Einblicke in arabische Lebenswelten und in die Werke zeitgenössischer Künstler. Reflektionen der Revolutionsumbrüche, Alltagssituationen aber auch abstrakte Werke spiegeln die Vielfalt der modernen Photographiekunst der Region wieder. Frei von orientalistischen Klischees und jenseits einer embedded- Berichterstattung präsentieren die Herausgeber Rosse Issa und Michket Krifa 30 KünstlerInnen mit ihren Arbeiten aus der MENA-Region. Eine kleine Vorschau findet ihr hier:

Weitere Infos zum Projekt und den Künstlern hier:

http://www.roseissa.com/current%20publ/APN/APN-publ-im1.html

kulturtech: Oriental Books

Seit kurzem präsentiert die Bayerische Staatsbibliothek 20 Prachthandschriften aus ihrer umfangreichen Orientsammlung als Application für iPad und iPhone.
Über die App „Oriental books“, in der beispielsweise die berühmte arabische Kosmographie „Die Wunder der Schöpfung“ aus dem Jahr 1280, ein weltweit bekanntes persisches „Königsbuch“ (ca. 16./17. Jh.) oder ein Gebetbuch der Haremsdame Düsdidil (Istanbul, 1845) vollständig hochauflösend digitalisiert enthalten sind, können die Werke von der ersten bis zur letzten Seite durchgeblättert werden.
Die wertvollen und seltenen sowie erlesenen Beispiele arabischer, persischer und osmanischer Buchkunst sind Teil der  Orientsammlung, deren Grundstock bereits im Gründungsjahr 1558 gelegt wurde. Heute umfasst die Sammlung 17.000 orientalische Handschriften, darunter ca. 4.200 aus dem islamischen Kulturkreis sowie ca. 260.000 Drucke.
Das öffentliche Interesse am islamischen Kulturkreis, aktuell noch verstärkt durch die politischen Umwälzungen in der arabischen Welt, ist in Deutschland ungebrochen. Für die Bayerische Staatsbibliothek mit ihren international ausgerichteten Sammlungen ist dieses Interesse Herausforderung und Chance zugleich, mit entsprechenden Angeboten die einzigartige schriftliche Kulturtradition des Orients sichtbar zu machen und so auch neue Aspekte zur oft kontrovers geführten politischen Diskussion über den Islam beizutragen.
Die „Oriental books“ können kostenlos in Apples  App Store heruntergeladen werden.

Buchtipp: Die Erfindung des jüdischen Volkes – Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand

Shlomo Sand (63), israelischer Historiker, kam in Linz zur Welt und ist Sohn von Holocaust-Überlebenden. Er ist Professor für Geschichte an der Universität Tel Aviv. Sein 2008 erschienenes Buch „Wie das jüdische Volk erfunden wurde“ wurde in Israel zu einem viel diskutierten Besteller.


Originaltitel: „מתי ואיך הומצא העם היהודי?“
Die Erfindung des jüdischen Volkes – Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand (Propyläen-Verlag, 506 Seiten, 24,95 Euro) erscheint am 14. April 2010 auf deutsch.

Hierzu auch einige interessante Links:
Einige Interviews mit der BBC:

Shlomo Sand im BBC World Service News Hour –Radiobeitrag

BBC World News Today Kirsten Lang interviewt Shlomo Sand

Buchtipp: Jahrbuch für Islamophobieforschung 2010

kultur-transfer Buchtipp Jahrbuch für Islamophobieforschung 2010
Deutschland – Österreich – Schweiz von Farid Hafez (Hrsg.)

Das Jahrbuch für Islamophobieforschung 2010 – Deutschland, Österreich, Schweiz – bietet eine Einführung in den wissenschaftlichen Sprachgebrauch des Islamophobiebegriffs. Es werden aktuelle Vorfälle wie der Dresdner Mord an Marwa el-Sherbini und seine mediale Rezeption oder das Minarettbauverbot in der Schweiz behandelt. Die Islamophobie wird
auch aus psychodynamischer Perspektive betrachtet.
Im Zentrum dieser interdisziplinären Publikation stehen sachlich fundierte und wissenschaftlich systematische Analysen islamophober Geschehnisse in den drei deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz. Dabei werden Fallstudien mit aktuellem Bezug zum Jahresgeschehen aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Medien, Politik, Recht, Alltagsdiskriminierung sowie theoretische Reflexionen geboten.
Das Anliegen des Jahrbuchs ist es, wissenschaftliche Erkenntnis über aktuelle Phänomene in einem jährlichen Abstand zu gewinnen und darzustellen. Das Jahrbuch bedient sich unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen, um das Phänomen der Islamophobie zu beleuchten.

Mit Beiträgen von:
Iman Attia, Edith Frank-Rieser, Oliver Gruber, Farid Hafez, Barbara Jäger, Georg Kreis, Rüdiger Lohlker, Kevser Muratovic, Eva Mückstein, Karim Saad, Thomas Schönberger, Yasemin Shooman, Hermann Spielhofer und Alexander Steffek.

Inhaltsverzeichnis:

Farid Hafez
Anstelle eines Vorworts

Iman Attia und Yasemin Shooman
„Aus blankem Hass auf Muslime“. Zur Rezeption des Mordes an Marwa el-Sherbini
in deutschen Printmedien und im deutschsprachigen Internet

Georg Kreis
Zur Islamophobie in der schweizerischen Variante

Farid Hafez
Islamophobie und die FPÖ im Jahr 2009

Rüdiger Lohlker
Islamkritik.at – ein österreichischer Subdiskurs des europäischen antimuslimischen
Rassismus

Thomas Schönberger
Über die Notwendigkeit Vorbehalte und Ängste zu erforschen

Alexander Steffek
Islamophobie in Österreich – ein qualitativer Bericht

Edith Frank-Rieser, Eva Mückstein, Hermann Spielhofer
Islamophobie – Reale und irreale Angstkonstruktionen als private bzw. nationale
Mythenbildungen. Erklärungsansätze aus pychodynamischer Sicht

Buchbesprechungen
Barbara Jäger

Thorsten Gerald Schneiders Islamfeindlichkeit

Karim Saad
Zwischen Orient und Okzident

Oliver Gruber
Vergleich von Antisemitismus und Islamophobie

Kevser Muratovic
Wenn Angst die Köpfe beherrscht

English Abstracts

Mehr Informationen:
Jahrbuch für Islamophobieforschung