kulturtech: iNakba

iNakba ist eine dreisprachige mobile App (Arabisch, Hebräisch und Englisch) auf Basis von Google Maps. Die soziale Applikation erlaubt es, die palästinensischen Ortschaften, die in der Nakba seit 1948 zerstört wurden  zu lokalisieren und Details über sie zu erfahren.

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Die Anwendung bietet Koordinaten und Karten zu palästinensischen Ortschaften, die während der Umbrüche des Unabhängigkeitskrieges 1948 komplett abgerissen wurden, ausgelöscht oder nach ihrer Okkupation teilweise abgerissen wurden oder stehen blieben, obwohl ihre Einwohner vertrieben wurden. Die integrierten Karten zeigen auch Gebäude, die in diesen Ortschaften verlassen wurden und liefern historische Informationen beispielsweise in form von Videoclips und Fotografien. Die App ist interaktiv und ermöglicht es Benutzern,  Bilder von den zerstörten Ortschaften sowie  Kommentare zu diesen  zu teilen und einen update feed über ausgewählte Orte hinzuzufügen.

 

Wer ist Zochroth?

Zochroth ist eine israelische NGO, die sich für das Rückkehrrecht der Palästinensischen Bewohner in die besetzten Gebiete einsetzt. Nur durch ein Bewusstsein für die Situation und Geschehnisse nach 1948 innerhalb der breiten israelischen Öffentlichkeit könne es überhaupt zu einem ehrlichen Aussöhnungsprozess zwischen Israelis und Palästinensern kommen.

Zum Launch Event geht es hier: http://zochrot.org/en/event/launching-event-zochrots-new-mobile-app-inakba

homepage der NGO: http://zochrot.org

 

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kulturtech: Oriental Books

Seit kurzem präsentiert die Bayerische Staatsbibliothek 20 Prachthandschriften aus ihrer umfangreichen Orientsammlung als Application für iPad und iPhone.
Über die App „Oriental books“, in der beispielsweise die berühmte arabische Kosmographie „Die Wunder der Schöpfung“ aus dem Jahr 1280, ein weltweit bekanntes persisches „Königsbuch“ (ca. 16./17. Jh.) oder ein Gebetbuch der Haremsdame Düsdidil (Istanbul, 1845) vollständig hochauflösend digitalisiert enthalten sind, können die Werke von der ersten bis zur letzten Seite durchgeblättert werden.
Die wertvollen und seltenen sowie erlesenen Beispiele arabischer, persischer und osmanischer Buchkunst sind Teil der  Orientsammlung, deren Grundstock bereits im Gründungsjahr 1558 gelegt wurde. Heute umfasst die Sammlung 17.000 orientalische Handschriften, darunter ca. 4.200 aus dem islamischen Kulturkreis sowie ca. 260.000 Drucke.
Das öffentliche Interesse am islamischen Kulturkreis, aktuell noch verstärkt durch die politischen Umwälzungen in der arabischen Welt, ist in Deutschland ungebrochen. Für die Bayerische Staatsbibliothek mit ihren international ausgerichteten Sammlungen ist dieses Interesse Herausforderung und Chance zugleich, mit entsprechenden Angeboten die einzigartige schriftliche Kulturtradition des Orients sichtbar zu machen und so auch neue Aspekte zur oft kontrovers geführten politischen Diskussion über den Islam beizutragen.
Die „Oriental books“ können kostenlos in Apples  App Store heruntergeladen werden.